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Inneres Kind heilen

Immer mehr Menschen entdecken die Vorteile des regelmäßigen Meditierens. Zum Glück! Weil mittlerweile auch zahlreiche wissenschaftliche Studien durchgeführt worden sind, die bestätigen, dass Meditieren für die Gesundheit eine ganzheitliche positive Wirkung hat. Regelmäßiges Meditieren reduziert Stress und Angst, fördert emotionales Gleichgewicht, verbessert die Selbstwahrnehmung, verlängert die Aufmerksamkeitsspanne, lädt körpereigene Energiereserven auf, kann altersbedingten Gedächtnisverlust reduzieren, und trägt dazu bei, dass der Mensch allgemein ausgeglichener ist und empathischer mit Mitmenschen umgeht. 

Das Meditieren assoziieren trotzdem viele mit Buddha Figuren und stundenlangem Sitzen im Schneidersitz. Die Glanzbilder in Social Medien von schönen Menschen in uralten Tempeln oder bei atemberaubend schönen Sonnenuntergängen im perfekt ausgeführten Lotussitz schrecken viele ab, das Meditieren selbst auszuprobieren. Vor allem, wenn man selber chronische Schmerzen hat und ein Schneidersitz der letzte ist, den man ausprobieren will. Ich habe eine gute Nachricht für dich: das ist nicht die Realität, und sicherlich auch nicht das Ziel des Meditierens. Meditieren kannst du überall, in egal welcher Stellung, sei es sitzend auf einer Bank im Park, liegend auf dem Bett oder Sofa. Sogar beim Spazierengehen wenn du willst. Ich meditiere meistens sitzend auf dem Bett, Rücken gegen die Wand gelehnt und Beine ausgestreckt, oder liegend mit einem Kissen unter meinen Knien. So fühle ich mich am entspanntesten und auch meine Beine schlafen nicht ein. Manchmal meditiere ich in der Mittagspause sitzend auf einer Bank, Augen zu und Hände entspannt auf dem Schoß. Ich habe sogar in der Bahn meditiert, mit vielen Mitmenschen drum herum und mit lauten Ansagen des Lokführers, es geht auch!

Manche Menschen finden das Meditieren schwierig. Es gelingt ihnen nicht, das sogenannte eigene “Monkey Mind” abzuschalten. Man wird ständig von den eigenen Gedanken abgelenkt, die Gedanken wollen einfach nicht aufhören, oder man nimmt äußere Ablenkungen wie Lärm, das Ticken der Uhr oder Hundebellen usw. so stark wahr, dass man sich nicht auf das Meditieren konzentrieren kann.

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Meditieren braucht ein bißchen Übung. Bei einigen gelingt es mit Übung immer besser. Mit der Zeit können sie sich immer mehr in einen Zustand der inneren Ruhe bringen und die eigenen Gedanken wie vorbeiziehende Wolken im Himmel neutral beobachten.

Einige brauchen eine geführte Meditation, damit man sich auf die Stimme der geführten Meditation konzentrieren kann, statt von eigenen Gedanken abgelenkt zu sein. Es ist alles erlaubt, du musst nicht ein Zen-Meister werden und das Meditieren perfekt können. Es soll dich entspannen und nicht noch mehr Stress erzeugen

Falls das Meditieren doch nicht für dich ist, eventuell gelingen dir achtsame Atemtechniken einfacher. Es gibt mittlerweile so viele verschiedene Techniken, wie zum Beispiel das “box breathing” oder anders genannt 4-4-4-4. Bei der sogenannten 4-4-4-4-Übung atmest du 4 Sekunden lang durch die Nase ein, hältst deinen Atem 4 Sekunden lang, atmest 4 Sekunden lang aus und hältst deinen Atem wieder 4 Sekunden lang. Das wiederholst du 3-4 Mal oder mehr, bis du spürst, dass du entspannter bist. Wenn du möchtest, kannst auch gerne von 4 Sekunden auf 5 oder 6 Sekunden steigern. Höre auf deinen Körper und was dir gut tut. 

Mir persönlich helfen Atemübungen kombiniert mit Affirmationen am besten. Ich habe tatsächlich selber mithilfe meiner Smartwatch beobachtet, wie sich mein Puls nur nach 10 Sekunden Atemübungen beruhigte. Faszinierend! Die Affirmationen wähle ich der Situation entsprechend und was ich gerade brauche. Hier sind einige Beispiele: 

“Heute ist ein sehr guter Tag” 

“Ich bin mutig” 

“Ich bin bei mir” 

“Ich bin gesund” oder “Mein Körper ist mein bester Freund” 

“Ich bin safe” 

“Ich bin es wert” 

“Das ist nicht meine Energie” (z.B. wenn jemand in schlechter Laune ist und mich das ärgert) 

“Ich bin größer als dieser Moment”  

Probiere ein bißchen aus was dir persönlich passt und dir gut tut. Manchmal hilft schon 3 Mal tief ein- und ausatmen, um sich in einem stressigen Moment innerlich zu beruhigen und zu stabilisieren. Aber ich kann dir nur empfehlen, dass du eine oder mehrere Entspannungstechniken in deine Alltagsroutine integrierst. Meditation und Atemübungen ermöglichen dir die nötige Distanz zu deinen Gedanken und Symptomen. Du lernst durch Entspannungstechniken mehr Flexibilität in der Wahrnehmung deiner Gedanken und durch die Empathie gegenüber dir selbst wird es auch einfache seine, mit deinen großen Gefühlen zu sitzen und sie zu verarbeiten. Dein Körper und dein Nervensystem werden sich bedanken!

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